Ruben Heinzelmann – Finanzen für Unternehmer
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Ruben HeinzelmannDein Ansprechpartner aus Gechingen
Thema: Rücklagen

Kein Umsatz ab morgen: Wie lange hält dein Betrieb durch?

Rücklagen sind der Puffer zwischen einem schlechten Monat und einer echten Krise. Hier rechnest du in drei Schritten aus, wie viel Reserve dein Betrieb hat – und wie viel er braucht.

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Kurz gesagt

Als Faustregel gelten Rücklagen von drei bis sechs Monaten betrieblicher Fixkosten. Saisonbetriebe und Betriebe mit langen Zahlungszielen brauchen eher mehr. Getrennt davon sollten Steuerrücklagen und ein privater Notgroschen stehen, damit der Puffer im Ernstfall wirklich verfügbar ist.

Deine Reichweite in drei Schritten

  1. Fixkosten addieren: Löhne, Miete, Leasing, Kredite, Versicherungen, Software – alles, was jeden Monat anfällt, auch ohne Umsatz.
  2. Freie Rücklagen ermitteln: Nur Geld, das du sofort nutzen kannst. Steuerrücklagen gehören nicht dazu.
  3. Teilen: Rücklagen geteilt durch Fixkosten ergibt deine Reichweite in Monaten.

Liegt das Ergebnis unter drei Monaten, ist dein Betrieb anfällig für jeden größeren Ausfall – sei es Krankheit, ein Schaden oder ein Großkunde, der nicht zahlt.

Wie viel Rücklage ist sinnvoll?

Häufig genannt werden drei bis sechs Monate Fixkosten. Mehr ist sinnvoll, wenn:

  • dein Geschäft saisonal schwankt, etwa in Gastronomie oder Bau,
  • Kunden lange Zahlungsziele haben,
  • du von wenigen Großkunden abhängig bist,
  • größere Investitionen anstehen.

Weniger kann reichen, wenn laufende Kosten im Ernstfall über eine Absicherung getragen werden. Rücklagen und Absicherung ergänzen sich deshalb.

Steuerrücklagen gehören in einen eigenen Topf

Umsatzsteuer, Einkommensteuer- und Gewerbesteuervorauszahlungen sind kein Puffer, sondern Geld, das bereits dem Finanzamt zusteht. Viele Inhaber legen dafür ein eigenes Konto an und überweisen einen festen Anteil jeder Zahlung direkt dorthin. Die genaue Höhe klärst du am besten mit deinem Steuerberater.

Betrieb und privat trennen

Neben den betrieblichen Rücklagen brauchst du einen privaten Notgroschen, häufig empfohlen werden drei Monatsausgaben. Wer im Engpass privates Geld in den Betrieb steckt, verliert schnell den Überblick. Getrennte Konten helfen, beide Puffer im Blick zu behalten.

Für Rücklagen zählt vor allem eines: Verfügbarkeit. Das Geld muss im Ernstfall kurzfristig da sein.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Gehört der Kontokorrentrahmen zu den Rücklagen?

Nein. Ein Kreditrahmen kann im Notfall helfen, ist aber geliehenes Geld und kann von der Bank gekürzt werden. Für die Reichweite zählen nur eigene, frei verfügbare Mittel.

Wo sollte ich Rücklagen parken?

Wichtig ist, dass das Geld kurzfristig verfügbar ist. Viele Inhaber nutzen dafür ein separates Konto. Geld, das du länger nicht brauchst, gehört in die Vermögensplanung – die besprechen wir getrennt.

Was, wenn ich keine Rücklagen aufbauen kann?

Dann lohnt ein Blick auf die Kosten und auf die Absicherung. Schon eine feste monatliche Überweisung auf ein Rücklagenkonto, auch klein, macht einen Unterschied. Und wer im Ernstfall laufende Kosten abgesichert hat, braucht weniger Puffer.

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Kurz erklärt

Unternehmer sollten als Faustregel drei bis sechs Monate betrieblicher Fixkosten als frei verfügbare Rücklage halten, getrennt von Steuerrücklagen und dem privaten Notgroschen. Die Reichweite ergibt sich aus Rücklagen geteilt durch monatliche Fixkosten. Ruben Heinzelmann aus Gechingen unterstützt Inhaber in den Landkreisen Calw und Böblingen dabei, Rücklagen und Absicherung aufeinander abzustimmen.