Die meisten Selbstständigen sind nicht gesetzlich rentenversicherungspflichtig und müssen selbst vorsorgen. Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Alter brauchst, und dem, was voraussichtlich da ist. Wer den Verkauf seines Betriebs als Rente einplant, sollte einen Plan B haben.
Bist du rentenversicherungspflichtig?
Die meisten Selbstständigen sind es nicht. Ausnahmen sind unter anderem Handwerker, die mit einem zulassungspflichtigen Handwerk in der Handwerksrolle eingetragen sind. Sie sind in der Regel pflichtversichert und können sich nach 18 Jahren Pflichtbeiträgen befreien lassen. Auch einige weitere Berufsgruppen sind pflichtversichert. Im Zweifel gibt die Deutsche Rentenversicherung Auskunft.
Wer nicht pflichtversichert ist, kann freiwillig einzahlen – muss aber nicht. Genau deshalb ist die Rente bei vielen Selbstständigen eine offene Frage.
Deine Rentenlücke in 10 Minuten
- Bedarf schätzen: Wie viel brauchst du im Alter im Monat? Ein grober Startwert: das, was du heute privat ausgibst.
- Vorhandenes sammeln: Renteninformation, bestehende Verträge, Mieteinnahmen, sonstiges Vermögen.
- Differenz bilden: Bedarf minus erwartete Einnahmen ergibt deine monatliche Lücke.
Die Zahlen sind eine Orientierung. Inflation und Steuern verändern das Bild. Genau rechnen wir das gemeinsam mit meinem zertifizierten Finanzberater.
Bausteine der Altersvorsorge im Überblick
- Gesetzliche Rente: pflichtweise oder freiwillig.
- Basisrente: eine Form der privaten Rente, deren Beiträge steuerlich besonders berücksichtigt werden können. Sie ist vor allem für Selbstständige gedacht.
- Private Rentenversicherung und Fondssparpläne: flexibler, mit unterschiedlichen Chancen und Risiken.
- Immobilien und Sachwerte: für manche ein Teil der Lösung, aber nicht immer flexibel.
- Der eigene Betrieb: kann ein Baustein sein, sollte aber nicht der einzige sein.
Welcher Mix passt, hängt von deinem Alter, deinem Einkommen, deinen Zielen und deiner Risikobereitschaft ab. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht.
Der Betrieb als Rente – mit Plan B
Viele Inhaber setzen auf den späteren Verkauf. Der Erlös ist aber unsicher. Deshalb gehört zu einer guten Altersvorsorge ein Plan, der auch ohne Verkauf trägt. Mehr dazu unter Nachfolge & Vorsorge.
