Ruben Heinzelmann – Finanzen für Unternehmer
Erstgespräch
Ruben HeinzelmannDein Ansprechpartner aus Gechingen
Thema: Arbeitskraft

Dein wichtigstes Kapital bist du selbst. Ist deine Arbeitskraft abgesichert?

Als Selbstständiger zahlt dir niemand dein Gehalt weiter, wenn du krank wirst oder dauerhaft ausfällst. Hier erfährst du, welche Bausteine es gibt, wofür sie gedacht sind und wie du in 10 Minuten herausfindest, wo du stehst.

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Kurz gesagt

Angestellte bekommen bei Krankheit zunächst Lohnfortzahlung und danach Krankengeld. Selbstständige müssen ihre Arbeitskraft selbst absichern: für kurze Ausfälle meist mit einem Krankentagegeld, für dauerhafte Ausfälle zum Beispiel mit einer Berufsunfähigkeitsabsicherung. Wichtig ist, dass beide Bausteine zueinander und zu deinem tatsächlichen Bedarf passen.

Warum deine Arbeitskraft so viel wert ist

Rechne kurz mit: Dein Jahreseinkommen mal die Jahre bis zur Rente ergibt den Wert deiner Arbeitskraft. Bei 60.000 € im Jahr und 25 Jahren bis zur Rente sind das 1,5 Millionen Euro. Das ist mehr als jede Maschine, jedes Fahrzeug und oft mehr als der Betrieb selbst.

Trotzdem ist die Arbeitskraft bei vielen Inhabern das am schlechtesten abgesicherte „Betriebsmittel“. Werkstatt und Fahrzeuge sind versichert, das eigene Einkommen oft nicht.

Was passiert, wenn du länger ausfällst?

Bei einem Ausfall treffen dich als Inhaber zwei Lücken gleichzeitig:

  • Privat: Dein Einkommen fehlt, Miete, Kredite und Lebenshaltung laufen weiter.
  • Im Betrieb: Angebote, Kundenkontakt und Entscheidungen bleiben liegen, die Fixkosten laufen weiter.

Die gesetzliche Absicherung hilft Selbstständigen meist wenig. Eine Erwerbsminderungsrente setzt in der Regel voraus, dass du in den letzten Jahren Pflichtbeiträge gezahlt hast. Außerdem zählt dort nicht dein Beruf, sondern ob du überhaupt noch irgendeine Tätigkeit ausüben kannst.

Die wichtigsten Bausteine im Überblick

Krankentagegeld zahlt bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit einen vereinbarten Betrag pro Tag, zum Beispiel ab dem 22. oder 43. Tag. Mehr dazu auf der Seite Krankentagegeld für Selbstständige.

Berufsunfähigkeitsabsicherung greift, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich dauerhaft nicht mehr oder nur noch zu einem Teil ausüben kannst. Für viele Inhaber ist das der zentrale Baustein.

Alternativen wie eine Erwerbsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsabsicherung kommen infrage, wenn eine Berufsunfähigkeitsabsicherung nicht möglich oder zu teuer ist. Eine Unfallversicherung zahlt dagegen nur nach Unfällen, nicht bei Krankheit – und Krankheiten sind die häufigere Ausfallursache.

Im Betrieb helfen Rücklagen, eine Vertretungsregelung und je nach Betrieb eine Absicherung der laufenden Kosten. Siehe Rücklagen für Unternehmer.

Worauf es bei der Absicherung ankommt

Entscheidend ist nicht, ob du „irgendetwas“ hast, sondern ob es zu deinem heutigen Bedarf passt. Typische Schwachstellen bei über Jahre gewachsenen Verträgen:

  • Die vereinbarte Rente oder das Tagegeld passt nicht mehr zum heutigen Einkommen.
  • Krankentagegeld und Berufsunfähigkeitsabsicherung sind nicht aufeinander abgestimmt.
  • Die Berufsbeschreibung im Vertrag stimmt nicht mehr mit deiner heutigen Tätigkeit überein.
  • Für die Zeit, bis eine Leistung beginnt, fehlen Rücklagen.

Beiträge hängen unter anderem von Alter, Beruf und Gesundheit ab. Wer früh vorsorgt, hat in der Regel mehr Auswahl. Die fachliche Beratung erfolgt gemeinsam mit meinem zertifizierten Finanzberater.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Bekomme ich als Selbstständiger Krankengeld von der Krankenkasse?

Das hängt von deiner Versicherung ab. Freiwillig gesetzlich versicherte Selbstständige können in der Regel einen Krankengeldanspruch ab der 7. Woche wählen oder einen Wahltarif ihrer Krankenkasse nutzen. Privat Versicherte vereinbaren ein Krankentagegeld im Vertrag. Ohne solche Vereinbarung gibt es meist kein Krankengeld.

Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?

Bei der Berufsunfähigkeit zählt, ob du deinen zuletzt ausgeübten Beruf noch ausüben kannst. Bei der Erwerbsunfähigkeit zählt, ob du überhaupt noch eine Tätigkeit ausüben kannst – unabhängig vom Beruf. Die Hürde für Leistungen ist dort deutlich höher.

Reicht eine Unfallversicherung nicht aus?

Eine Unfallversicherung zahlt nur nach Unfällen. Die meisten längeren Ausfälle haben aber Krankheiten als Ursache, zum Beispiel Rücken, Psyche oder Herz-Kreislauf. Als alleinige Absicherung der Arbeitskraft reicht sie deshalb in der Regel nicht.

Wie hoch sollte die Absicherung sein?

Ausgangspunkt ist dein Bedarf: Was brauchst du privat im Monat, und was davon tragen Rücklagen oder Partnereinkommen? Die Absicherung darf dein tatsächliches Einkommen nicht übersteigen. Die passende Höhe klären wir im Gespräch – gemeinsam mit meinem zertifizierten Finanzberater.

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Kurz erklärt

Selbstständige haben keine Lohnfortzahlung und meist keinen ausreichenden gesetzlichen Schutz bei Erwerbsminderung. Die Arbeitskraft wird deshalb in der Regel mit einem Krankentagegeld für vorübergehende Ausfälle und einer Berufsunfähigkeitsabsicherung für dauerhafte Ausfälle abgesichert, ergänzt durch Rücklagen und eine Vertretungsregelung im Betrieb. Ruben Heinzelmann aus Gechingen hilft Inhabern, den Überblick zu behalten; die fachliche Beratung erfolgt gemeinsam mit einem zertifizierten Finanzberater.